Blick von der alten Autobahn am Kleinen Hörselberg auf die Wartburg

Blick von der alten Autobahn auf die Wartburg © ADFC/Peter Schütz

Kleine Hörselbergrunde

 

Die kleine Hörselbergrunde führt auf den Spuren des Leutnant Hellwigs auf die Höhe zwischen Kleinem Hörselberg und Petersberg.

24km / 150 Höhenmeter

 

Auf den Spuren von Leutnant Hellwig

Heute wandeln wir auf den Spuren von Leutnant Friedrich von Hellwig. Bekanntgeworden ist er 1806 durch eine waghalsige Befreiungsaktion. Nach der Schlacht von Jena und Auerstedt zogen 4000 gefangene Preußischen Soldaten in Richtung Eisenach. Sie wurden von französischen Soldaten bewacht. Hellwig ritt mit seinen 25 Husaren den Hang zwischen Petersberg und Kleinem Hörselberg herunter ins Hörseltal und überraschte die französischen Soldaten, die er bis Eisenach verfolgte. Wir radeln Hellwigs Weg heute in entgegengesetzter Richtung. Wenn wir uns den gleichen Hang hocharbeiten, den er herunterritt, denken wir dankbar daran, dass heute in Europa Frieden herrscht.

Dem ausgeschilderten Radweg der „Thüringer Städtekette“ folgen wir in Wutha bis zur Unterquerung der Bahnlinie. Wir fahren direkt auf die Felsen des Kleinen Hörselbergs zu. Dort oben stand Hellwig 1806 und erspähte die Ankunft des Zuges der gefangenen preußischen Soldaten, die nur von wenigen französischen Infanteristen bewacht wurden. Wenn wir die Straße erreichen, geht es abweichend von der Ausschilderung links auf die Weinbergstraße. Dieser folgen wir, bis in einer Linkskurve ein Schild uns links zum Hellwig-Denkmal weist. Dort überraschte Hellwig 1806 die französische Nachhut. Wenn wir den Weg wieder zurückfahren, überqueren wir die Straße und biegen nach wenigen Metern links auf einen Wirtschaftsweg ein, der uns recht steil den Berg hochführt. Ungefähr den entgegengesetzten Weg nahm damals Hellwig. Oben angekommen, stoßen wir auf eine Straße. Das sind die Reste der alten Autobahn durch die Hörselberge. Es ist doch sicher reizvoll, einmal mit dem Fahrrad über die Autobahn zu fahren. Wenn wir nach rechts abbiegen, führt uns der Weg zum Berggasthaus „Kleiner Hörselberg“, der einzigen Gaststätte auf unserem heutigen Weg. Anschließend geht es wieder zurück. Wir nehmen wie früher auf der Autobahn Wartburg und Burschenschaftsdenkmal in den Blick und fahren wieder zurück zur Kreuzung. Dort müssen wir jetzt nach rechts und folgen nach 100 m der asphaltierten Strecke nach links. Hier hatten die Husaren 1806 Aufstellung genommen. Ihr anschließendes Versteck befand sich weiter in Richtung Kleiner Hörselberg, der auf seiner Nordseite nichts von seiner Schroffheit erhnen lässt. Wir fahren jetzt jedoch weiter geradeaus über den Berg und die lange Gefällstrecke herunter ins Nessetal. Es gibt insgesamt drei befestigte Abzweige nach links. Der erste führt asphaltiert in Richtung Stockhausen. Der zweite auf Betonplatten nach Großenlupnitz. Der dritte nach links zweigt ab, wenn es geradeaus auf Schotter weitergeht. Diesem dritten Weg folgen wir. Er führt direkt auf die ausgeschilderte Route durchs Nessetal über Großenlupnitz und Stockhausen nach Eisenach.

  • Länge: 24 Kilometer
  • Höhenunterschied: 150 m
  • Schwierigkeitsgrad: einfach, hinter Wutha eine längere Steigung (ca. 80 Höhenmeter)
  • Anbindung: Wer will, kann mit dem Zug aus Richtung Gotha oder Schmalkalden bis Eisenach oder Wutha anreisen
  • Orte an der Strecke: Wutha, Großenlupnitz, Stockhausen
  • Sehenswertes an der Strecke: Hellwig-Denkmal in Wutha, Kleiner Hörselberg mit alter Autobahn, Nessetal zwischen Wenigenlupnitz und Stockhausen
  • Einkehrmöglichkeiten: Gaststätte Kleiner Hörselberg
  • Für Kinder ist die Tour geeignet.
  • Wer die Tour variieren möchte, kann von der Höhe aus verschiedene Wege wählen. Z.B. den Betonplattenweg nach Großenlupnitz. Oder vorher schon direkt nach Stockhausen. Auf diesem Weg gibt es auch einen Abzweig zum Gut Trenkelhof.

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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