Blick von der Liboriusbrücke bei Creuzburg auf die Werra und die Ebenauer Köpfe

Blick von der Liboriusbrücke bei Creuzburg © ADFC/Peter Schütz

Von der Lauter zur Werra

 

Die Tour führt ins Lautertal und über die Werra zurück nach Eisenach.

44km / 400 Höhenmeter

 

Was ist der Unterschied zwischen Heidelberg, Köln und Berka vor dem Hainich? Heidelberg hat ein Schloss, Köln einen Dom. Und Berka hat beides. An Schlössern mangelt es auf unserer Tour gewiss nicht. Von Berteroda bis Creuzburg zählen wir allein sechs.

Vom Eisenacher Markt folgen wir der Ausschilderung „Gotha über Kindel“ bis Stockhausen. In Stockhausen vor der Kirche links in Richtung Sportplatz. Jetzt beginnt der mühevolle Teil, der uns aus dem Nessetal herausführt. Nach dem ersten Anstieg rechts abbiegen in die Straße „zum See“. Über die Hauptstraße hinaus auf den Wirtschaftsweg. Am Ende des Weges (der Anstieg ist fast geschafft) rechts und dem Plattenweg folgen, nach 250 m dann links. Wir erreichen das Ortsende von Hötzelsroda und fahren links Richtung Ortsmitte und schon nach wenigen Metern rechts in den Berteroder Weg nach Berteroda. Im Ort rechts halten und gleich links auf die Schotterstraße zur Hauptstraße. Unser erstes Schloss befindet sich übrigens in der Straße „Am Schlösschen“. An der Hauptstraße fahren wir rechts. Der Hügel vor Berka ist der letzte Anstieg bis Hörschel. Wir haben einen schönen Blick auf den Hainich und schließlich auf Berka. Die Rokokokirche, liebevoll „Dom“ genannt, wurde von der Gemeinde vor dem Verfall gerettet und mit großem Einsatz restauriert. Wenn die Hauptstraße rechts abknickt, fahren wir geradeaus in die Straße „Störacker“. Beim Schild „Mihla 5 km“ geht es nach rechts. Jetzt sind wir auf dem Lautertalradweg, dessen Beschilderung verblichen und lückenhaft ist. Es geht immer schön bergab. Bis Bischofroda geradeaus, und dort vor der Sackgasse links in die Schlossgasse. Das Schloss aus dem Jahre 1752 bot schon vielen Hochzeitspaaren ein vielversprechendes Ambiente. Bis Mihla geht es geradeaus. Wir erreichen die Hauptstraße am Roten Schloss, eigentlich eines der schönsten Renaissancegebäude der Gegend, das sich leider in einem Dornröschenschlaf befindet. Besser sieht es im Grauen Schloss aus, das als Hotel und Restaurant den Gast erwartet. Als Rastmöglichkeit bietet sich aber auch der schattige Richtertisch am Anger unterhalb der Kirche St. Martin an. Oder gleich das Freibad von Mihla. Weiter geht es vom Roten Schloss über die Hauptstraße in die freigegebene Einbahnstraße. Wir kommen unmittelbar auf den Werratalradweg, dem wir in Richtung Creuzburg folgen. Die Felsformationen des Werradurchbruchs beeindrucken, und mit viel Glück kann man sogar die Werrabiber beobachten. In Creuzburg warten auf uns das historische Zentrum um den Markt und die Creuzburg. Über die alte Werrabrücke geht es weiter nach Wilhelmsglücksbrunn. Der Gutshof war um die Jahrtausendwende völlig verfallen und stand vor dem Abbruch. Die DIAKONIA sanierte die Gebäude zur Freude der zahlreichen Besucher und auch der Störche, deren drei Nester auf den Gebäuden thronen. Hier kann man einkehren oder auch im Hofladen einkaufen. Über Hörschel geht es, der Ausschilderung folgend, zurück nach Eisenach.

Länge: 44 Kilometer

Höhenunterschied: 450 m

Schwierigkeitsgrad: Mittel, ein längerer Anstieg hinter Stockhausen

Anbindung: Wer will, kann mit dem Zug bis Eisenach anreisen und eventuell vom Bahnhof Hörschel abreisen.

Orte an der Strecke: Stockhausen, Berteroda, Barka/Hainich, Bischofroda, Lauterbach, Mihla, Buchenau, Creuzburg, Spichra, Hörschel

Sehenswertes an der Strecke: Schloss in Berteroda, Dom und Schloss in Berka, Schloss in Bischofroda, Kirche St. Martin, Rotes und Graues Schloss in Mihla, Museum in Mihla, Burg Creuzburg, Wasserkraftwerk Spichra

Einkehrmöglichkeiten: Gaststätten und Imbisse in Mihla und Creuzburg, Wilhelmsglücksbrunn, Rastgarten in Spichra, Tor zum Rennsteig in Hörschel

Auch Kinder können die Tour schaffen.

Wer die Tour variieren möchte, kann auch über Neukirchen nach Berteroda fahren. Oder über Ifta, Volteroda, Falken und Probsteizella nach Mihla gelangen (65 km).

 

Downloads

Blick auf Berka vor dem Hainich

Blick auf Berka vor dem Hainich

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Zwischen Mihla und Buchenau

Zwischen Mihla und Buchenau

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Störche von Wilhelmsglücksbrunn

Störche von Wilhelmsglücksbrunn

Copyright: ADFC/Peter Schütz

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer*in achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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